„Fachkräftemangel“ 2015: 10.000 Asylbewerber für Mecklenburg-Vorpommern?

In der aktuellen Debatte zur Asylpolitik gehen die Begriffe quer Beet, offenbar ist dies auch so gewollt.

Die Bundesländer erwarten im laufenden Jahr einen Zustrom von 500.000 „Flüchtlingen“ die in Deutschland Aufnahme finden wollen, die Bundesregierung geht derzeit von 300.000 „Asylbewerbern“ aus. Die Bertelsmann-Stiftung verkündet dieser Tage, Deutschland benötige jährlich eine „Zuwanderung“ von 530.000 Menschen um den Wohlstand im Lande absichern zu können. Und eine große Zeitarbeitsfirma frohlockt bereits, wenn Asylbewerber und Geduldete demnächst bereits nach drei Monaten dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, dann würde dieser Personenkreis damit als Fachkraft der Wirtschaft dienen können, sich selbst versorgen können und somit die Sozialkasse nicht belasten, sondern gleich auch noch füllen. Für alle wäre dies somit eine „Win-win-win“-Situation.

Angesichts von Millionen Hartz-IV-Empfängern und Arbeitslosen will uns die etablierte Politik in diesen Tagen offenbar die Rechnung aufmachen, der angeblich bestehende Fachkräftemangel werde quasi eins zu eins durch den aktuellen Flüchtlingsstrom ausgeglichen. Sollte dem so sein und man denkt diesen Gedanken zu Ende, dann wäre ja der Bürgerkrieg in Syrien und die vielen anderen Auslöser dieser „Völkerwanderungen“ geradezu ein Segen für das neue deutsche Wirtschaftswunder. Irgendwie mag man daran nicht so wirklich glauben. Die Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse (SPD), betonte ernsthaft, unter den „Zuwanderern“ seien viele echte Fachkräfte. Diese dürfen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel im Land eben nicht verloren gehen. Und damit das nicht passiert, müsse man Asylbewerbern von Anfang an Sprachkurse anbieten und eben deren Anerkennung als Asylanten hierfür gar nicht erst abwarten. Im Klartext soll das wohl bedeuten: Auch wenn die übergroße Anzahl der Asylbewerber am Ende gar kein Anspruch auf Asyl hat, soll fleißig schon einmal die Sprache erlernt werden, damit man letztlich als Fachkraft doch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht? Zuwanderung durch die Hintertür?

Nach dem so genannten „Königsteiner Schlüssel“, der auch zur Aufteilung der Asylbewerber auf die Bundesländer herangezogen wird, ist das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit zwei Prozent dabei. Kommen in diesem Jahr tatsächlich 500.000 Asylbewerber nach Deutschland, dann werden hiervon 10.000 Personen in Richtung Schwerin weitergeleitet. Und die Zahlen scheinen realistisch, alleine im Februar dieses Jahres kamen 983 Asylbewerber in Mecklenburg und Pommern an. Zum Vergleich: 2014 betrug die Anzahl der neu aufgenommenen Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern rund 4.400 Personen und schon damit sind zahlreiche Kommunen kaum klar gekommen. Gegen diese rein profitorientierte Betrachtung, die den Interessen des eigenen Volkes zuwider laufen, wendet sich die NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpomme